Körper umkreisen einander. Eine singende Stimme erfüllt den Raum. Schritte hallen auf dem Boden wider. Körper und Atem verschmelzen in einer kollektiven Entspannung. Mit Fokus auf Form und Rhythmus dekonstruiert Dominique Tegho in „the intimacy of collision‟ ‚nahöstliche’ Volkstänze und bringt sie in einen Dialog mit zeitgenössischem Bewegungsvokabular.
Das Stück formt einen tanzenden Körper, der im westlichen Europa geformte orientalistische Vorstellungen aufwirbelt und durchbricht. Drei PerformerInnen greifen auf die rhythmischen Strukturen des Dabke und die zyklischen Loops des Baladi zurück und schaffen einen Tanz, der zwischen Wut und Feierlichkeit oszilliert. Die Performance wendet sich den vielen Variationen des „Tanzes der sieben Schleier‟ zu, einem orientalistischen Spektakel, das sich Oscar Wilde erstmals 1893 im Theaterstück „Salome‟ zu eigen machte. Mit Reibung, Kollision und Begegnung hinterfragt Dominique Tegho den Orientalismus, der die Wahrnehmung von Körpern in mehr als einem Jahrhundert westlicher Vorstellungskraft geprägt hat.
Anschließend am Di 02. Jun: Publikumsgespräch
Koproduktion mit den Sophiensæle
Konzept, Choreografie Dominique Tegho Performance, Choreografie Anthony Nakhlé, Hassandra, Dominique Tegho Musik Basel Naouri Lichtdesign Vito Walter Kostüme Mathilda Rejouan, Mounia Studios Dramaturgische Beratung Manolis Tsipos, Polyna Fenko, Nima Séne Outside Eye Charlie Prince Produktionsleitung Tammo Walter Dabke-Coaching Nancy Nasreddine Stimmcoaching Wafaa Saied
Foto Mayra Wallraff
Eintritt: Preisgruppe D Vorverkauf: 16 Euro / erm. 8 Euro; Abendkasse: 17 Euro / erm. 8 Euro; Festivalpass: 90 Euro / erm. 45 Euro | Doppelticket mit The wind rises am Mo 01. Jun: Preisgruppe C Doppelticket mit Undercurrents am Di 02. Jun: Preisgruppe C
Gefördert und unterstützt von Culture Resource Wijhat Program; Goethe-Institut Forschungsresidenz im Ausland, PACT Zollverein, AIR Burgenland; SHIFT – ein von der Europäischen Union kofinanziertes Projekt von Creative Europe (Maqamat, Albania Dance Meeting Festival und Fabbrica Europa); DIORAMA Berlin; Culture Moves Europe; Ausland Berlin; SIM Residencies, Beirut Physical Lab, Moving in November Festival